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Montag, 10. Februar 2014

Marius ist tot. Ohwei... Was habt ihr da nur gemacht??

Am Wochenende machte es de Runde: Die Giraffe "Marius" wurde in einem dänischen Zoo getötet und den Löwen zum Fraß vorgesetzt. Ohheiohei!!! Binnen weniger Stunden brach ein weltweiter Shitstorm über den dänischen Zoo aus. Der Zoo hat bestimmt auf ein wenig Aufmerksamkeit mit dieser Aktion gehofft, aber so viel Aufmerksamkeit und vor allem so eine schlechte, war mit Sicherheit nicht geplant. Und ganz ehrlich, finde ich Morddrohungen gegen den Zoodirektor mehr als übertrieben.
Als Grund für die Tötung, wird drohender Inzest unter den Giraffen angegeben. Kein anderer Zoo wollte das Tier aufnehmen und somit sah man die Tötung als einzige Möglichkeit. Angebote von einem stinkreichen Typen, der Marius abkaufen und in seinen eigenen Park stellen wollte, wurden abgelehnt. Das letzte Stündchen für den Langhals war gezählt...

Jetzt kann man da natürlich drüber denken wie man will. Die einen verstehen die Aktion ganz und gar nicht und geben, wie bereits erwähnt, Morddrohungen an den Zoodirektor ab. Andere sehen da jetzt nichts Schlimmes dran. Meine Meinung ist geteilt...
Nehmen wir mal die Tatsache der Tötung an sich: Ich finde es nicht verwerflich, wenn ein Tier zum Schutze anderer Tiere (in diesem Fall eventueller Nachkommen) getötet wird. Was wäre wohl mit den vielleicht behinderten Babies geschehen??? Und auch das Verfüttern der Giraffe an die Löwen ist keinesfalls als verwerflich anzusehen. Die Tiere bekamen so endlich einmal mehr als artgerechtes Futter. Und das "normale" Fleisch für die Löwen kommt auch von extra dafür geschlachteten Lebewesen. Mal ganz davon abgesehen, dass auch für die Menschen tagein tagaus millionen von Viechern getötet werden, nur um auf diversen Tellern zu landen. Der Unterschied besteht nur darin, dass diese Tiere nicht "Marius" heißen! Hätte der Zoo diese Aktion mit einer Ziege aus dem Streichelzoo gemacht - niemand hätte davon berichtet!  Zudem, was hätte aus dem Giraffenbullen werden sollen? Wie gesagt, wollten oder konnten andere Zoos das Tier nicht aufnehmen. Separieren? Für ein Herdentier grausam! Es an den Milliardär verkaufen? Wäre eine Option gewesen. Aber wer weiß, welche Gründe gegen den Verkauf gesprochen haben. Vielleicht wäre Marius dort nicht artgerecht gehalten worden. Oder er wäre nach Afrika in die "Freiheit" verkauft worden, um dort (wie zahlreiche Zirkus- und Zootiere schon zuvor) von reichlich zahlenden Jägern auf Großwildjagd erschossen zu werden.
Vielleicht wollte der Zoo aber auch einfach nicht auf dieses Großevent verzichten. Und da sind wir schon bei meinem negativen Blickwinkel auf die ganze Sache. Marius wurde nicht nur durch einen Bolzenschuss erlegt und den Löwen vorgelegt. Nein! Er wurde auf einem riesen Event geschlachtet. Kinder und Erwachsene durften zusehen, wie die Giraffe zerteilt wurde. Angeblich um den Menschen die Anatomie eines solch großen Tieres näher zu bringen. Das, lieber Zoo, ist abartig! Es ist widerlich ein riesen Event aus der Tötung dieses Lebewesens zu machen. Es gleicht einer öffentlichen Hinrichtung. Natürlich habt ihr damit viel Geld gemacht, denn zahlreiche zahlende Gäste kamen sicherlich nur wegen des "Events" zu euch an diesem Tag. Das scheint sich gelohnt zu haben für euch. Aber war es das alles wert? Der Shitstorm? Das schlechte Image? Das Leben des Giraffenbullen? Ich kann die Entscheidung verstehen, sich durch eine Einschläferung von einem Tier zu trennen. Es war vielleicht nicht die beste Art und Weise (ein nicht mehr "gebrauchter" Hund wird ja hoffentlich auch nicht einfach so eingeschläfert), aber dennoch ist es verständlich. Jedoch die Art und Weise, WIE diese Aktion vonstatten ging, ist absolut abartig. So wie ich mitbekommen habe, wurde die Tötung sogar angekündigt. Warum?? Um himmels Willen, warum? Meine Güte. Das ist nicht die feine Art und wird einem Lebewesen nicht gerecht. Darüber darf man sich gerne aufregen. Das ist jeden Shitstorm wert. Jegliche Kritik ist gerechtfertigt.
Für mich geht es wie gesagt weniger um das "es ist geschehen" als mehr um das "wie ist es geschehen". Ich hoffe einfach, dass alle Verantwortlichen aus den derzeitigen Schlagzeilen lernen und so eine Aktion nicht nochmal wiederholen.

Dennoch sollten sich alle Menschen, die um das Leben des armen Marius trauern, mal an ihre Salami auf ihrem Brot und an den Cheeseburger denken und vor allem an die Tiere, die das mal waren... Gleiche Sache. Irgendwie... Jedoch ohne den Showcharakter.

Die Stina

Sonntag, 14. April 2013

Ein ♥ für Frösche!

Zu Beginn eine kleine Geschichte



Es war einmal eine kleine Froschdame namens Fiona. Sie war eine sehr herzliche Froschdame und freute sich daher umso mehr, dass sie bald Mama werden sollte. Wie ihre Mutter, ihre Oma und sogar ihre Uroma schon, machte sie sich auf den Weg zum Tümpel in dem Fiona von einer Kaulquappe zum Frosch wurde. Das war schließlich ein schöner ruhiger Ort und wenn bereits so viele Generationen ihrer Familie dort aufgewachsen sind, kann es nur das Beste sein wenn auch nun Fionas Kinder dort schlüpfen. Also hüpfte sie los. Der Weg war lang, denn der schöne Tümpel war ganze 2000 Meter von ihrem derzeitigen Wohnort entfernt. Jetzt mag man meinen, dass 2000 Meter nicht viel sind. Aber wenn man bedenkt wie klein so ein Frosch ist, kann man sich vorstellen wie weit der Weg für Fiona war. Aber Fiona ist wie ich bereits sagte, eine sehr herzliche Froschdame und auch genau so stark. Also hüpfte sie fröhlich los. Hüpfte über große Wiesen. Durch Flüsse. Durch Wälder. Der Weg war beschwerlich aber Fiona hatte ihr Ziel im Blick - der Tümpel. Nach stundenlangem Hüpfen beschloss sie erstmal eine Pause zu machen. Sie suchte sich eine kleine Felsspalte in der sie es sich gemütlich machen konnte. Doch was ist denn das? Da sitzt ja schon ein Frosch! "Hallo! Ich bin Florentine. Komm ruhig zu mir. Hier ist Platz genug.", sagte der Frosch zu Fiona. Und so kam es, dass Florentine und Fiona Freundinnen wurden. Auch Florentine war auf dem Weg zum Tümpel um dort ihre Eier zu legen. Also machten sich die beiden am nächsten Tag gemeinsam auf den Weg. Zusammen hüpft es sich leichter. Und so hüpften Florentine und Fiona über große Wiesen. Durch Flüsse. Durch Wälder.   


Nach zwei weiteren Tagen kamen beide zur großen Straße. Über diese Straße mussten sie rüber. Noch darüber, dann waren es nur noch wenige Hüpfer zum Tümpel. Also fassten sie sich ein Froschherz. Hüpfer um Hüpfer überquerten Fiona und Florentine die große Strasse bis sie etwas lautes hörten. Ein Brummen. Es wurde immer lauter. Das große Etwas hatte zwei Lichter und kam immer schneller auf die Frösche zu. Fiona hüpfte so schnell wie sie nur konnte. Florentine auch. Doch es reichte nicht. Das große Auto fuhr direkt über die Frösche. Aber was ein Glück! Die beiden waren direkt unter dem Auto und die großen Reifen verfehlten Fiona und Florentine. Beide atmeten durch. Puh! Das war knapp. Sie mussten schnell von der Strasse! Und so hüpften sie schnell weiter. Fiona war drei Hüpfer vor Florentine und so bekam sie nicht mit, dass bereits ein weiteres Auto viel zu schnell in die Richtung der Frösche fuhr. Plötzlich merkte es Fiona doch. Sie drehte sich um und rief zu Florentine, dass sie aufpassen soll und schnell weghüpfen. Aber das Auto machte einen Schlenker und zielte genau auf Florentine. 
Es war zu spät. Florentine wurde überfahren. 


Fiona war völlig geschockt und saß weinend am sicheren Straßenrand  Florentine hatte es nicht geschafft. Nach einer Weile besann sich Fiona wieder und hüpfte die letzten Hüpfer zum Tümpel. Dort brachte sie ihre Eier zur Welt. Aber in Gedanken war sie immer bei Florentine - ihrer besten Freundin, die einfach ohne Grund von einem achtlosen Autofahrer getötet wurde. - ENDE
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Es ist Frühling und wie jedes Jahr machen sich viele kleine grüne Hüpfer wie Fiona und Florentine auf zu ihrem Geburtsort um dort den Nachwuchs zu legen. Und wie jedes Jahr gibt es Idioten die auf Jagd gehen und mit ihren um einiges größeren Autos über die Fröschis fahren. Und wenn ich sowas sehe, zerbricht es mir das Herz! Diese kleinen Amphibien, die tagelang ihren Weg hüpfen um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Immer nur im Sinn ihren Nachwuchs sicher zu wissen... Auch wenn es "nur" Frösche sind, die sich da nachts auf den Straßen tummeln, sollte man sie mit Respekt behandeln und wenn es geht (und das ist fast immer so!) die kleinen Tiere verschonen. Ich meine, wer würde denn schon absichtlich Kermit töten?? Fasst euch ein Herz und helft mit die Frösche zu retten! Und ja ich weiß, Schweine sind auch niedlich und werden getötet und so weiter. Ja. Stimmt! Aber trotzdem kann man doch klein anfangen, oder? :) 
Und wer weiß, vielleicht kann man so den einen oder anderen verwunschenen Prinz retten ;)