Wirre Gedanken in Worte zu fassen ist nicht leicht - aber man kann es ja mal versuchen...
Samstag, 30. November 2013
Bürogeschichten: Von Enten und Zitronenfaltern
Wir saßen im Büro und die letzten Minuten unserer Pause waren angebrochen. Meine Kollegin Hela saß direkt am Fenster, an dem gerade ein Marienkäfer hochkrabbelte. Meine Kollegin hochentzückt: "Oooooh! Guckt euch mal die Babykäfer an!! Die ist voll süß. Aber nicht, dass die mir jetzt auf den Kopf krabbelt." Ja, sie sagte tatsächlich DIE Käfer. Aber es kam noch besser. Kurz nachdem "die" Käfer vergessen war, flogen zwei Enten am Büro vorbei. Meine Kollegin wieder: "Ich will auch so fliegen können wie ein Vogel. Einfach abheben." Daraufhin fragte meine andere Kollegin Nina, die die Enten nicht mitbekam, was denn los sei. Ich sagte, dass eben zwei Enten am Fenster vorbei geflogen sind. Und damit begann das Dilemma! Hela fragte allen Ernstes: "Sind Enten keine Vögel?" Nina und ich sagten erstmal nix und gucken uns nur komisch an. Daraufhin Hela wieder: "Ach ne. Stimmt. Enten gehören ja zu den... Wie heißen die nochmal. Zu den Schwanen.". Nina und ich lagen fast auf dem Boden vor Lachen. "Ja genau Hela. Enten gehören zu den Schwanen.". Hela kapierte nicht, dass wir sie gerade durch den Kakao zogen. Sie legte stattdessen noch einen drauf: "Aber Moment. Wenn Enten zu den Schwanen gehören, warum können die dann fliegen? Können Schwanen fliegen?". Es war endgültig vorbei. Nina und ich waren nicht mehr zu halten. Da Nina gebürtig aus dem Schwarzwald kommt, war Hela das einzige Stadtkind im Raum. Und das merkte man :D Sie bekam aber direkt Verstärkung von meiner Uli. Uli ist ebenfalls ein Stadtkind und wollte wissen was los sei. Ich legte los: "Wusstest Du, dass Enten zu den Schwanen gehören? Und dass Enten fliegen können, obwohl Schwanen nicht fliegen? Und jetzt kommt es. Manchmal sitzt sogar eine Käfer auf der Ente. Die Käfer kann auch fliegen. Klar. Ist ja auch eine Käfer." Nina kriegte sich nicht mehr ein. Aber Uli verzog keine Mine. Anscheinend verstand sie nicht, warum Nina und ich so lachen mussten. Und somit fragte ich Sie, ob sie denn wüsste, was ein Zitronenfalter ist. Wusste sie. Ein Schmetterling. Und dann fragte ich sie, warum der Zitronenfalter denn "Zitronenfalter" heißt. Und dann sagte sie: "Weil die aussehen wie Schmetterlinge!" Nina hatte das gleiche Kopfkino wie ich.
Es gibt natürlich nicht nur Zitronenfalter. Nein. Es gibt auch Pfirsichfalter. Die sind dann plüschig. Die Hummeln unter den Schmetterlingen quasi :D Nina und ich sind uns einig. Wir müssen unbedingt eine Exkursionsfahrt in den Schwarzwald und ins Sauerland unternehmen und den lieben Stadtkindern beweisen, dass die Kühe nicht lila sind. Herrlich sowas! Ich liebe meine Kollegen! <3 Ehrlich. Ich habe so viel Spaß mit ihnen auf der Arbeit. Und ich glaube jetzt versteht wirklich jeder, warum ich so gerne zur Arbeit gehe, oder?
Montag, 4. November 2013
Küss den Frosch - Fort Fear 2013
Vier Spieltage, 5 Mal in der Maske sitzen, dutzende Male Krönchen richten, 1 grünes Plüschkostüm, mega Federwimpern, 4 bis 5 Lagen Kleidung, festes Schuhwerk und ganz viele tolle und positiv bekloppte Leute - das war das Fort Fear dieses Jahr!
Meine Rolle
Als ich das erste Mal meine Rollenbezeichnung las, war ich sehr enttäuscht. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht DAMIT. Ich war regelrecht schockiert, denn neben meinem Namen stand der Rollenname "Prince of Quak" und der Einsatzort das Waldmaze. Da ich ja schon wusste, dass der Wald dieses Jahr in ein Scarytale Gewand gekleidet werden sollte, war mir klar: Stina, du bist der fucking Froschkönig!!!! Das war eine Rolle die ich nicht auf dem Schirm hatte. Ich konnte nichts mit ihr anfangen. Froschkönig. Wie soll das denn gruselig werden, bitte? Und was soll ich anziehen? Bitte nicht das Plüschkostüm der vergangenen Märchennächte im Fort Fun! Wie soll ich geschminkt werden??? Fragen über Fragen, die aber mit der tatsächlichen Rollenbeschreibung zum Teil geklärt wurden. Anstatt "Prince of Quak" wurde ich zur "Princess of Quak". Eine Fehllieferung, denn anstatt eines verwandelten Prinzen, wurde eine verwünschte Prinzessin geliefert, die absolut keinen Bock mehr auf Warten hat um endlich von ihrem Prinzen erlöst zu werden. Und somit pöbelt die Fröschin alles an, was ihr über den Weg läuft. Ein Motzfrosch! Das fand ich extrem cool. Bei der Kostümbeschreibung stand: Verändertes Froschkostüm. Oh nein! Ich dachte sofort an das hässliche Plüschteil... Abwarten. Das Make-Up sollte jedoch noch mit mir abgesprochen werden. Da stand noch nix fest und somit wurde ich zum Probeschminken und Kostümfitting gebeten. Mit Ideen zu meinem Make-Up (ich wollte unbedingt große rote Augen und Blut) und meinem grünen Fionakleid (sicher ist sicher, falls doch das Plüschkostüm hervorgezaubert werden sollte), machte ich mich Anfang Oktober das erste Mal auf den Weg in die heiligen Hallen des Fort Fear.
Es war so toll endlich einen Großteil der Fearler wiederzusehen. Nach einer ordentlichen Knuddelrunde sollte ich dann endlich mein Kostüm sehen.
Das, was mir gezeigt wurde, war (wie könnte es auch anders sein) das grüne Plüschkostüm der vergangenen Märchennächte im Fort Fun. Modifiziert mit gold-weißen "Flügelchen", da ich ja eine Mischung aus Prinzessin und Frosch werden sollte. Und was soll ich sagen - scheiße war das nicht! Und so schlüpfte ich das erste Mal in den großen Plüschsack mit Feenflügeln. Lachen hier, Lachen da. Und dann der Spruch von Marcel: "Wir wussten bei der Rollenverteilung sofort, dass Du dir nicht zu schade bist um dieses grüne Teil anzuziehen! Ich hatte das übrigens aus Solidarität auch schon an.". Recht hatte er. Es gefiel mir! Jetzt fehlte nur noch das Make-Up. Maja, meine weltbeste Schminklady, zeigte mir einen ersten Entwurf mit großen blutigen Schürfwunden! Geil! Doch das Blut wurde sofort gestrichen. Von der weltbesten Chef Schminklady Barbara. Blut? Nö! "Rot und Grün. Das geht nicht!" Und auch das allerliebste Bitten und Betteln von mir "Darf ich vielleicht doch ein bisschen Blut? Nur für mich? Biiiiiitteeeeee *liebguck*", wurde mit einem lieben aber strickten "Nö." abgetan. Es sollte für mich also zu einem komplett unblutigen Fort Fear werden... Nun gut. Aber Barbara hatte eine super Idee. Geifer! Ich als Frosch sollte also ekeligen Geiferschleim bekommen, mit dem ich rumblubbern kann um mich doch etwas gruselig zu fühlen. Ich fühlte mich komplett. Zwar fehlte noch mein Krönchen und die finalen Wimpern, aber das Make-Up saß und das Kostüm war der Stina genehm. Der erste Spieltag konnte kommen.
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| Ich denke es war gut, diese Idee fallen zu lassen ;) |
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| Der erste Komplettentwurf nach dem Probeschminken |
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| Das Make-Up |
Der erste Spieltag
Um 10 Uhr morgens saßen wir alle im Backstagebereich um den Tag gemeinsam zu beginnen. Endlich sah man sich wieder. Alle Dolls vom letzten Jahr und viele Neue. Knuddeln und herzen ohne Ende. Wenn man sich fast ein Jahr nicht gesehen hat, ist es echt toll alle wieder zu treffen. Es folgten Ansprachen der Chefs und DEM Chef überhaupt, Marcel. Wenn unser Oberhaupt eine Sache drauf hat, dann ist es Motivieren! Nach seiner Ansprache ging es also so richtig los. Alle waren motiviert und die ersten Dolls begaben sich in die Hände unserer Make-Up Artists, die im übrigen teilweise schon mit dem Grimmepreis ausgezeichnet wurden und bei Produktionen wie Switch reloaded und bei Kaya Yanar am Werk waren. Mein Schminktermin war aber erst um 16:30 Uhr und somit hatte ich noch mehr als 5 Stunden Zeit. Zeit die ich unter Anderem damit verbrachte die neuen Gesichter kennenzulernen oder "Kontaktlinsenanfängern" Tipps zu geben bzw. die Dinger sogar einzusetzen. Dann ging es endlich auch für mich in die Maske. 60 Minuten brauchte es ca. bis das Outfit fertig war. Haare toupiert, Krönchen auf. Alles mit Fixierspray zubombadiert. Plüsch an und raus!!!
Im Wald hatte ich tatsächlich meine Lampe und somit sah man mich nun auch, wenn ich die Gäste anpöbelte. Vielleicht sah man mich aber zu gut... Zwar wurde mir vorher gesagt, dass ich mehr einen Entertaining Part hätte anstatt den mega Schocker (wäre mit dem Outfit eh nicht möglich gewesen *lach*), aber irgendwie war es ernüchternd. Ich brachte zwar ein paar Mädels zum kreischen, aber die erschrecken sich mit Sicherheit auch vor einem Meerschweinchen! Meine Pöbeleien hingegen kamen gut an. Sprüche wie "Komm doch gucken wo der Frosch die Locken hat!" brachten die Leute zum Lachen. Okay, also dann kein Erschrecken dieses Jahr und dafür wesentlich mehr "Let me entertain you!". Ist gebongt. Trotzdem war ich immer noch nicht ganz so zufrieden, obwohl es schon tierisch witzig war. Es sollten ja noch 3 Spieltage folgen :)
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| Das erste mal... |
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| ... mit allem drum und dran. |
Der zweite Spieltag
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| Die weltbeste Schminklady Maja! |
Der zweite Spieltag begann etwas später als der Erste. Mein Schminktermin war ja eh wieder spät und somit konnte ich mir alle Zeit der Welt lassen. Trotzdem kam ich früher an um Zeit zu haben mit meinen Leuten zu quatschen. Mein "Kontaktlinsenanfänger" gab nach Minuten vergebener Versuche die, Teile ins Auge zu bekommen, auf und somit war da nichts mehr für mich zu tun. Also wartete ich. Und wartete. Und wartete. Irgendwann war ich doch an der Reihe und verwandelte mich wieder in meinen Frosch. Auf in die zweite Runde und ab ging es in den Wald. Mein Spruch mit den Locken wurde mir aber verboten. "Ey Pöbelfrosch Pöbelst du wirklich so rum? Ich habe zwar gesagt du sollst pöbeln, aber mach bitte ein bisschen langsamer, okay?" Das sagte man mir, nachdem ein Bericht eines Gastes vom ersten Spieltag im Netz auftauchte, in dem folgender Satz zu finden war: "Wenn der Froschkönig den Gästen stattdessen ein "Komm her - ich zeig' Dir, wo der Frosch die Locken hat" entgegenwirft, sind wir dann leider bei Atze Schröder gelandet statt bei Wilhelm und Jacob Grimm."
Na gut. Okay. Kein Atze Schröder mehr und mehr "netter" Pöbelfrosch. Mein neuer Spruch: "Na? Schmatzer fürs Fröschlein?", kam genau so gut an und sorgte für genügend Lacher. Ich hatte mich mit meiner Entertainingrolle angefreundet. Auch der Parkleiter meinte nur "Du hast die Sache hier im Griff, was? Nur lachende Menschen bei dir. Gut so." Und es waren viele lachende Menschen. Sehr viele Menschen! Sehr sehr viele Menschen!!! Mein Kollege am Einlass kam zwischenzeitlich zu mir und meinte, dass er die Besucherkapazität erhöhen müsste. Die Warteschlange würde einfach nicht kleiner. Mittlerweile hatte sich eine Warteschlange mit ca. 2 Stunden Wartezeit gebildet. Ich habe keine Ahnung wie viele Leute wir an diesem Tag durch den Wald schaufelten, aber es müssen viele gewesen sein. Sehr viele. Unser Teamleiter für den Spieltag kam eine Viertelstunde vor eigentlichem Parkschluss zu uns und sagte, dass es noch eine Wartezeit von mindestens einer Stunde gäbe und wir länger machen müssten. Im Endeffekt haben wir 75 Minuten länger gespielt. Aber es war verdammt nochmal gut so!
:)
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| Und da sag nochmal einer, ich hätte dieses Jahr die bekloppteste Rolle gehabt... |
Der dritte Spieltag begann mit guten Nachrichten. Fort Fear und unser Wald hatte in verschiedenen Bewertungen und Postings in Foren sehr gut abgeschnitten. Aus dem Atze-Schröder-Frosch ist laut der Gäste "Cindy aus Bestwig" geworden, denn Folgendes war in einer anderen Bewertung zu lesen: "... dabei treten die Figuren in Interaktion mit den Besuchern, was natürlich die Attraktivität deutlich erhöht. Gerade die Fröschkönig"in" ist erfrischend herrlich, denn "Cindy aus Bestwig trifft es mit der Beschreibung am Besten." Ich fühlte mich geehrt und wusste zudem, dass ich alles Richtig gemacht
hatte. So ging es weiter wie die anderen Tage zuvor auch. Warten, Quatschen, Schminken, anziehen und raus. Da es der 31. Oktober war und somit der eigentliche Halloweentag, haben wir mit besonderem Publikum gerechnet. Aus den Jahren davor, war man schon auf, ich sage mal, spezielles Publikum gefasst. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber manche Halbwüchsige waren einfach nur assig! Einige, die mich schon vorher entdeckt hatten, kamen durch den Wald querfeldein hinter mir her und versuchten mich auf meiner Position zu erschrecken. Kostümierte Gäste waren ziemlich unfreundlich. Beleidigungen. Beschimpfungen. Ein junger Mann lief betrunken durch den Wald und riss die Verkleidung eines Käfigs ab und wurde von meinen Kollegen Werwolf und Zwerg zum Ausgang begleitet. Ganz ehrlich, wenn man sich doch freiwillig in ein Maze begibt, dann sollte man sich auch drauf einlassen und sich den Spaß nicht selber zerstören. Und wenn man es schon so machen will, dann darf man sich nicht auch noch bei den Akteuren beschweren, wie langweilig diese denn spielen würden. Da gibt es von mir echt nur ein Kopfschütteln! Die, die sich aber auf den Spaß einließen, bekamen den doppelten Spaß und wir gaben uns umso mehr Mühe.
Dieses mal war aber wenigstens pünktlich Schluss. Das war auch wieder gut so, denn der letzte Spieltag sollte bereits am nächsten Tag sein. Doppelspieltag. Also schnell ins Bett. Man wollte ja am nächsten Tag wieder frisch und wach am Werk sein.

Der letzte Spieltag
Melancholie. Ein letztes Mal Kontaktlinsen einsetzen. Ein letztes Mal Schminken. Ein letztes Mal raus in den Wald. Und ich hatte das Gefühl, dass der Himmel mit uns weinte, denn es goss aus Eimern!!! Und ich war wie gesagt mit meinen Kollegen im Wald eingesetzt. Es-war-nass! Aber egal. Spieltag ist Spieltag. Und vor allem der letzte Spieltag sollte uns selbst in guter Erinnerung bleiben. Zudem erwarteten wir Besuch von "Kollegen" aus dem Moviepark und dem Heidepark. Also jetzt keine Schwäche! Attacke!!!! Ein Gutes hatte der Regen allerdings: Der Nebel blieb wunderbar am Boden und zeitweise sah man fast seine Hand vor den eigenen Augen nicht! Das war gut. Sehr gut! Denn ob man es glaubt oder nicht, ich war an diesem Tag richtig scary!! Man sah mich ja nicht und somit konnte ich komplett ungesehen ins Licht springen und meine Prinzen anböbeln. Eine Kreischquote von 90% war meins. Ich war in Topform. Meine Kollegen ebenfalls. Ich untertreibe jetzt nicht, wenn ich sage, dass der letzte Spieltag der beste Spieltag von allen war! Und wie man es so kennt, endet alles was einem besonders viel Spaß bereitet immer schneller als einem lieb ist...
Der Spieltag endete für uns Dolls mit einer riesen Abschlussparty, die wir uns um gottes Willen echt verdient hatten. Jeder war stolz. Stolz auf sich. Stolz auf andere. Stolz auf das ganze Team. Ich schminkte mich an dem Abend nicht ab und ging mit kompletten Make-Up auf die Party. Ich hätte nie gedacht, dass man sich so in einen Plüschsack verlieben kann! Mein Kostüm, das mir am Anfang Bauschmerzen bereitete, war ein Teil von mir geworden. Ich war gerne der Pöbelfrosch. Und meinetwegen auch Cindy aus Bestwig. Andere Dolls taten es mir gleich und gingen geschminkt zur Party. Abschied fällt eben den einen leichter und den anderen schwerer. Dieses Jahr fiel es mir extrem schwer. Vor Allem weil ich dieses Jahr einen Zusammenhalt unter uns Dolls erlebte, wie noch nie zuvor. Wir sind eine große Familie, die alle eines des beklopptesten Hobbies der Welt haben. Egal ob Newbe oder Alteingesessener - wir sind die Killing Dolls!
Bis nächstes Jahr <3
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| Ich habe ein Foto!!! ich bin eine Runde weiter ;) |
Sonntag, 29. September 2013
Servus München! Oktoberfest 2013
Dann war da natürlich die Frage des Outfits. Zwar hat mir meine Mama eine Bluse geschenkt, aber irgendwie... Ne... Das war nicht ganz so meins. Also habe ich mich am Donnerstag auf die Socken gemacht und noch kurz vor knapp, ein Dirndl gekauft. Im Second Hand für ganze 35€. Gebongt!
Freitags ging es direkt von der Arbeit aus los. Zu viert fuhren wir knappe 4 Stunden zuerst nach Stuttgart um die letzte im Bunde einzusammeln und dann weitere 3 Stunden nach München. Um 22 Uhr betraten wir unser Hotel - endlich!!! Ich hasse lange Autofahrten obwohl ich es vorne auf dem Beifahrersitz bestimmt noch am enspanntesten hatte. Wir waren im B&B Hotel in der Nähe des Flughafens untergebracht und es war echt okay! Sauber und modern eingerichtet und auch die Größe des Zimmers war für 3 Personen total ausreichend. Und ein wunderschönes Gemälde zierte die Wand:
Allerdings verbrachten wir jetzt nicht sooo viel Zeit im Hotel, denn bereits um 6:15 Uhr klingelte der Wecker!!! Ich wiederhole: 6:15 Uhr! An einem Samstag! Und ob ihr es glaubt oder nicht, machten sich bereits um halb sieben die ersten Buam in Lederhosen auf dem Weg zur Wiesn, um einen Platz in einem der Zelte zu ergattern. Wir hatten glücklicher Weise bereits vor Wochen einen Tisch im Hippodrom reserviert und waren daher entspannt. Trotzdem dauert es ja seine Zeit, bis jeder den Weg in die knackenge Lederhose oder ins Dirndl geschafft hat.
Der Tisch im Hippodrom war von 11 Uhr bis 15 Uhr reserviert. Und pünktlich um viertel vor 11 saßen wir auf den Bänken. Gebucht hatten wir das Mittagsmenü und da wir am Abend zuvor auch nix mehr gegessen hatten und das Frühstück wohl wissend auf einen Kaffee reduziert wurde, hatten wir dementsprechend Kohldampf. Wir wussten, dass wir genügend Essen bekommen würden. Wir wussten was wir gebucht hatten. Wir wussten, dass es nicht wenig wird. Aber was wir nicht wussten war, dass es SO viel zu Essen geben sollte! Ich führe aus:
Dazu das ein oder andere Maß. Glaubt mir, wir waren mehr als voll!!! Zum Essen spielte eine Band, die quasi nur ein Lied konnte (Ein Prooooosit, ein Proooosit,...) und wenn sie mal etwas anderes Spielte, waren es kölsche Lieder mit bayrischem Text. Echte Exportschlager, das kölsche Liedgut ;) Trotzdem sangen wir fleißig Viva Colonia anstatt Viva Bavaria! Stolz bleibt Stolz. So!
Ich hatte tierisch Spaß und die Zeit verging einfach viel zu schnell. Aber mit 2 1/2 Maß, hatte ich auch definitiv genug. Also verließen wir um 15 Uhr glücklich und mehr als satt das Hippodrom.
Jetzt ging es raus in die Masse auf den Festplatz. Wenn man schon auf dem Oktoberfest ist, muss man auch etwas fahren. Achterbahn war aus magentechnischen Gründen leider nicht mehr möglich und so entschieden wir uns für "Die Fahrt zur Hölle" und fuhren Geisterbahn. Eine extrem schlechte Geisterbahn! Sogar betrunken war die extrem scheiße. Am gruseligsten war der "Arzt" am Eingang, der zu "Thriller" von Michael Jackson rumzappelte. Na gut. Hat man das auch mal gemacht.
Da 2 1/2 Maß Bier, 2 1/2 Liter Bier bedeutet, musste das Stina dann doch mal zur Toilette. Ich hatte in der Vergangenheit schon einige Reportagen über die Wiesn im TV gesehen und somit auch die Warteschlangen vor der Toilette. Man hätte es bislang nicht für möglich gehalten, doch ich habe tatsächlich 40 Minuten in der Schlange vorm Klo gewartet! Dazu kamen dann einige ausländische Mitbürger, die ihre Kiddies auf die Toilette schoben ohne zu warten und sich mit einem sehr unfreundlichen "It´s really urgently! She is a child!" vordrängelten, um doch selbst schnell pinkeln zu können. Aber trotzdem war es irgendwie lustig zu warten, was auch an den Mitwartenden lag. Vor allem die kleine Chinesin vor mir war echt lustig. Sie fragte auf englisch, ob man für die Toilette bezahlen muss. Wenn man so lange wartet, wäre sie auch nicht bereit zu zahlen. Dann fragte sie auch, ob die ganzen Achterbahnen immer hier stehen würden, oder wirklich nur zum Oktoberfest. Ich antwortete, dass es rein fürs Oktoberfest aufgebaut wurde, worauf die Frau mich mit riesigen Augen ansah und fragte, ob die Karusells denn dann überhaupt sicher wären :D Irgendwann konnten meine Kollegin und ich uns dann doch auf Toilette erleichtern und die wartenden Männer erlösen.
Letzter Pflichtpunkt auf der Liste: Lebkuchenherzchen kaufen. Ich entschied mich für drei wunderschöne kleine Herzchen und kaufte zudem noch Paradiesäpfel.
Tja, und dann war die Wiesn 2013 für uns auch schon vorbei. Wir ließen uns von der Masse noch zur Bahnhaltestelle schieben und fuhren zu unserem Auto um die Heimreise anzutreten.
Bis dahin: Pfiad eich! Servus!PP
Mittwoch, 25. September 2013
Da geht noch was? OHJA! - Stina war im Kino
"Ich dachte es ändert sich was. Aber Karl bleibt Karl bleibt Karl."
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Ich habe einen Tick. Na gut. Mehrere. Aber einen mag ich sogar sehr gerne: Ich gehe für mein Leben gerne alleine ins Kino. An der Kasse wird man zwar immer schräg angesehen ("EINE Karte?" "JAHAAAA! Mein Hintern mag zwar für zwei reichen, aber eine Karte reicht mir."), aber da stehe ich drüber. Zudem hat das Kino echt Vorteile, wenn man alleine ist. Man kann den Saal verlassen, wenn der Film scheiße ist (hätte ich bei "Geld her oder autschn" definitiv getan - wenn ich keine Begleitung dabeigehabt hätte!). Es sitzt (meistens) niemand neben einem und somit entfällt das Knistern, Knabbern und Schlürfen nebenan und man kann sich Filme anschauen, in die sonst niemand mit rein möchte. "Anna Karenina" zum Beispiel oder "Feuchtgebiete". Und gestern war ich in einem Film, den ich unbedingt alleine sehen wollte, obwohl ich nicht alleine gemusst hätte - "Da geht noch was" mit Florian David Fitz und Henry Hübchen. Warum ich da alleine hinein wollte? Nunja, dazu muss man die Story des Filmes kennen und ein bisschen Wissen über meine Kindheit haben...
Die Geschichte:
Conrad ist ein sehr erfolgreicher Mann mit erfolgreicher Frau und Sohn (Jonas) auf einem Eliteinternat. Seine Eltern Helene und Karl besucht er nur einmal im Jahr, zum Geburtstag seiner Mutter. Öfter kann er seinen Vater nicht ertragen! In diesem Jahr kann Conrads Frau wegen eines Geschäftstermins nicht mit zum Geburtstag fahren und so besticht er Jonas mit 50€ und er kommt mit und verspricht extra nett zu sein an Helenes Ehrentag. Beim Kaffeetisch erklärt sie Conrad, dass Karl und sie sich getrennt haben. Conrad ist schon ziemlich erstaunt darüber! 20 Jahre früher, hätte er sich tierisch darüber gefreut, seinen Vater endlich loszuwerden. Immerhin hatte der ja eh nie Zeit für seine Familie und dachte nur an seine Arbeit. Lies sich von vorne bis hinten bedienen und dachte nur an seinen Sohn, wenn der im Schwimmen wenigstens unter den ersten Dreien landete. Aber jetzt trennen sich seine Eltern??? Okay. Lieber zu spät als nie und so erfüllt Conrad auch nur wiederwillig ihren Wunsch, einen Umschlag im Haus seines Vaters zu verstecken. Bei dem Besuch verunglückt Karl und ist auf die Hilfe seines Sohnes und Enkels angewiesen - auch wenn er es nicht zugibt. Conrad ist nicht begeistert davon, seinem Erzeuger helfen zu müssen. Geändert hat der sich in den letzten 20 Jahren nämlich gleich null! Kann sich der Vater vielleicht doch noch ändern? Was hat es mit dem Umschlag auf sich? Und warum haben sich die Eltern jetzt doch getrennt?
Soweit zur Storyline. Und jetzt das faszinierende: Mein Vater heißt Karl, hatte nie Zeit, war immer nur auf der Arbeit, lässt sich liebend gerne bedienen und hatte für seine Tochter nur Interesse, wenn sie am Luftgewehr schoss oder im Wald spazieren ging und er so das Waldwissen seiner Tochter testen konnte.
Okay, ich bin keine Erfolgreiche Unternehmerin und habe auch kein Kind auf einem Eliteinternat, aber es gibt so viele Parallelen, dass man es irgendwie als mein fiktives Leben in 15 Jahren sehen könnte und das hat mich sehr fasziniert und das ein oder andere Tränchen musste ich echt verdrücken. Manchmal bin ich für solche Dinge echt zu sensibel! Kennt ihr das auch? Dass man sich etwas ansieht und dann so emotional darauf reagiert, dass es kaum auszuhalten ist und noch Stunden danach aufgewühlt ist? Bei "Anna Karenina" ist ein unschuldiges Pferd gestorben und es tat mir so Leid! Genauso bei "Lone Ranger". Als die Indianer in einer Szene angriffen, wurde mein Beschützerinstinkt wach und ich dachte ich nur "Hoffentlich stirbt kein unschuldiges Pferd!!!". Ich sage ja, ich habe einige Macken ;)
Aber um nochmal auf "Da geht nochwas" zurückzukommen... Die Mutter Helene im Film sagte in einer Szene nachts weinend auf die Frage ihres Sohnes, warum sie sich nie vorher getrennt hatte: "Ich dachte es ändert sich was. Aber Karl bleibt Karl bleibt Karl." Das war ein so ergreifender Moment für mich! Unfassbar!
Also ich habe einen der besten Filme für mich dieses Jahr gesehen. Ich liebe deutsche Filme. Ich liebe Dramen und Komödien und ich liebe Florian David Fitz. Der Film wird zwar als Komödie ausgezeichnet, aber ich finde er ist mehr als das. Deutlich mehr! Es gibt so viele nachdenkliche oder einfach auch nur wunderschöne Momente in diesem Film. Besonders die, mit dem Enkel Jonas. Dieser Junge ist genial und wir werden von dem Schauspieler noch ganz viel sehen!!! Geht ins Kino und schaut diesen Film.
Absolutes Muss für Fans von guten Filmen - auch ohne familiäre Parallelen ;) )
Sonntag, 21. Juli 2013
Das nächste mal wirds ne Tupperparty...
Am Ende ging dann jeder, nachdem wir uns die Kataloge ansehen durften (und jetzt auch endlich die verdammt hohen Preise sahen), mit der Dildotante alleine ins Schlafzimmer. Zum Bestellen :) Ich ging als Letzte rein und fragte sie, ob es sich denn für die Dildouschi gelohnt hat. Sie sagte, dass sie mit dem Job nicht reich werden kann. Allerdings käme normalerweise mehr dabei herum als bei uns. Dafür wäre der hohe Anteil an Männern hier Schuld gewesen. Aber man könne da jetzt nichts dran ändern. Ich sagte ihr, dass ich aber ja schon direkt im ersten Telefonat gesagt hätte, dass Jungs da sind. Und zwar größtenteils schwule Jungs. Sie sagte mir sogar, dass sie das gerne ins Programm einbeziehen möchte und extra auch was für die Jungs mitbringt. Da war aber nix!!! Dazu sagte sie immer, die Männer könnten mit einigen Utensilien ihre Frauen verwöhnen. "Oder ihre Männer", warf ich zwei mal ein. Die Dildofrau war überfordert und schnallte einfach nicht, was sie gerade für eine Gruppe vor sich sitzen hatte. Dementsprechend waren wir auch enttäuscht, dass die Präsentation so war wie sie war. Und dann am Ende dieser Raunzer von ihr... Ich verrate jetzt, dass zusammen 333,50€ bei uns eingenommen wurden und ich finde das viel! Vielleicht waren wir ihr auch zu jung. Aber sie wusste, dass ich meinen 22. Geburtstag gefeiert habe. Dass ich da keine viel älteren Frauen sitzen habe, sollte klar sein.
Also abschließend kann ich sagen, dass es sehr lustig war. Das lag aber größtenteils an uns selbst. Die Präsentation glich einem Vortrag und die Überforderung mit unserer Gruppe, merkte man dem Dildo Angel schon sehr an. Nochmal? Hmmm. Vielleicht. Aber dann mit einem anderen Anbieter.
Sonntag, 12. Mai 2013
Vor-Muttertags-Tag - Nick Howard, Purple Schulz, Mama & Ich
Als ich morgens auf Muttern gewartet habe, las ich in Facebook, dass Nick Howard (Gewinner von "The Voice of Germany"), ein kostenloses Promokonzert im Music Store hier in Köln gibt. Da wollte ich hin! Also Mama angerufen, dass sie bitte pünktlich ist und wir es noch zu Nick schaffen. Mama wollte da auch hin, also beeilte sie sich ;) Dank des Staus in Leverkusen, kamen wir trotzdem ein paar Minuten zu spät an. Und jetzt erstmal in dem großen Music Store den Raum mit Nick finden! Während ich mir die goldene Schallplatte von Lafee und die goldene Videokassette von Pur (aus dem Jahre ´94) ansah, fragte Mama nach dem Weg. Nick sang in einem Raum ganz hinten, den man einfach nicht finden konnte ohne zu fragen. Er sang bereits, während wir uns einen Platz suchten. das war auch nicht schwer. Anscheinend waren wirklich nur die Leute da, die seinen Aufruf morgens auf Facebook gelesen hatten. Umso besser für uns. Da mein Cousinchen ein riesen Fan von Nick ist, machte ich fleißig Fotos und Videos.
Abends machten wir uns dann auf den Weg zu Purple Schulz. Wir kamen genau pünktlich zum ersten Lied an. Also seine Musik ist ja wirklich wunderschön! Seien es die alten Lieder von vor 30 Jahren oder die neuen von aktuellen Album. Aber mal ehrlich. So zum gucken ist da echt nichts auf der Bühne, wenn der auftritt :D Und mit Schrecken stellte ich fest, dass Purple sein Hemd von Lied zu Lied weiter aufknöpfte. Ich bekam Angst!!! Aber weiter als bis kurz über dem Bauchnabel ging es zum Glück nicht. Puh! Warum hatte er seinen Sohn Ben nicht mitgebracht? Der ist wenigstens jung und gut aussehend :D Der Rest der Familie Schulz (ohne Ben) stand an einem Merchendising-Pavillion. Purple hat auf seiner neuen CD ein wunderschönes Lied namens "Ich hab Feuer gemacht". Ein Lied mit Tiefgang über das Leben. Aber anscheinend nahm es Purple doch nicht ganz so ernst und verkaufte Grillschürzen mit der Aufschrift "Ich habe Feuer gemacht". Suuuper! Jetzt muss ich immer ans Grillen denken, wenn ich das Lied höre :)
Ein Lied auf dem Album gefällt mir auch echt gut. "So macht das keinen Spaß", ist ein Lied über die Kirche. Ein sagen wir mal, sehr kritisches Lied über die Kirche. Da wir direkt auf einem Kirchenvorplatz standen, hatte ich nicht damit gerechnet, dass er das Lied spielt. Doch dann fragte er ins Publikum, was das denn für eine Kirche sei. Katholisch oder Protestantisch. Das Publikum rief katholisch und Purple meinte drauf nur, dass dann das nächste Lied ja noch viel mehr Spaß machen würde :D Ich freute mich ein Loch ins Knie, da ich ja schon wusste was kommt, und machte mich auf entsetzte Omis gefasst, die stürmisch den Platz vor der Bühne räumen ;) Aber nix da! Entweder haben sie das Lied nicht verstanden, oder sie sind sehr tolerant! Hut ab Herr Schulz! Da hatte gestern jemand Eier in der Hose. Auch hier der Link zum Video von gestern:
Weiter ging es fast ausschließlich mit alten Liedern. Bei "Verliebte Jungs" ging es tierisch ab! Hömma, da hat die Ü40 Generation der Männer aber auf den nicht vorhandenen Tischen getanzt! :D Bei "Sehnsucht", schrie sich Purple die Seele aus dem Leib und Mama musste erstmal die Tatsache verdauen, dass das Lied dieses Jahr 30 Jahre alt wird. Ja, Mama wird alt :)
Dann war das Konzert auch schon fast vorbei. Wir machten uns auf den Weg zum Merchi-Stand und warteten auch da auf die Autogrammstunde. Damals vor 30 Jahren, war es wohl noch nicht ganz so bekannt, dass nach den Konzerten meistens noch Autogramme geschrieben werden und so ergatterte Mama (wie gesagt, Purple Schulz Fan seit über 30 Jahren!) ihr allererstes Autogramm und machte stolz ein Foto mit dem Rüdiger.
Ich entdeckte währenddessen den äußerst gut aussehenden Moderator auf der Bühne. Warum stand der nicht die ganze Zeit da?? Dann hätte ich nicht nur das sehr weit geöffnete Hemd von Purple angucken müssen...
Schöner Tag! Schöne Musik! Ein schöner Mann im Music Store! Ein nicht ganz so schöner Mann in Dünnwald. Schön, schön, schön.


































