Sonntag, 12. Juli 2015

Kölner Lichter 2015

Gestern war wieder das Lichterspektakel in Köln schlechthin: Die Kölner Lichter. Dieses Jahr wollten wir uns die Lichter mal von einer anderen Perspektive aus ansehen und hatten Karten für ein Konvoisschiff. Wir waren gespannt wie es wohl sein wird. Immerhin fährt man auf dem Schiff über 7 Stunden! Aber frohen Mutes fuhren wir los nach Köln und suchten das Schiff. Abfahren sollte es von Brücke 17. Allerdings stand der Name des Schiffes mit Abfahrtzeit an Brücke 18. Suuuuuper. Wo legt das Schiff denn jetzt ab? Ich an Brücke 18 den Kapitän eines anderen Schiffes gefragt. "RheinStar? Ja Moment. 3 Leute wurden da auf unser Schiff umgebucht. Aber Burmann hab ich nicht auf der Liste. Eigentlich sollten wir von Brücke 17 starten aber warum auch immer sind wir jetzt auf 18 verlegt. Wir stehen hier aber auch nicht auf dem offiziellen Ablegeplan...", teilte mir der freundliche Mann mit. Na super. Chaos schon vor dem Einstieg. Aber wir haben es eine Stunde später tatsächlich auf unser Schiff geschafft - von Brücke 17... Dort wurden wir zu unserem Tisch gebracht. Ein Mitteltisch, den wir mit zwei anderen Pärchen teilten. Komplett mittemang saßen wir da im Weg der Kellner. Super Idee! Naja. Vielleicht bringt das Essen ja doch etwas mehr gute Stimmung. Angesagt war ein italienisches Buffet. Ich freute mich also auf Bruscetta und Tomate-Mozarella. Und das, was uns später dann doch auf dem Tisch serviert wurde, war wirklich komplett italienisch - Wurstplatte mit Kartoffelsalat :D Typisch italienisch. Wirklich. Wir hatten aber nur ein kleines Brot, denn in der Wartezeit bis zum Essen, hatten wir uns einen Schlachtplan überlegt: Schnell eine Kleinigkeit essen und dann während alle anderen noch schnabulieren einen Platz am Sonnendeck sichern. Gedacht und getan! Wir hatten einen tollen Platz direkt am Rand und freuten uns auf die Wunderkerzen und Feuerwerke. Zudem hörte man oben den wunderbaren (hust) Alleinunterhalter nicht ;)
Naja. So ließ es sich aber wirklich aushalten. Wir ließen uns den Wind um die Nase wehen und unterhielten uns mit unseren Nachbarn. Ein wirklich lustiges Ehepaar. Der Mann hat die Karte seiner Frau last minute zum Geburtstag geschenkt, weil er noch kein Geschenk hatte. Echt lustig die beiden. Die Frau saß am Rand und ihr Mann neben ihr. Irgendwann drehte sich der Mann zu seiner Frau um und fragte ganz trocken: "Bist du noch da? Gut. Ich dachte schon du wolltest U-Boot spielen." :D :D :D
So fuhren wir bestens unterhalten bis Wesseling. Vorbei am Sitz der Ruderclubs, vondem aus die Achter ihr Rennen starten. Holla! Ich wusste echt nicht, dass die von soooo weit hinten starten. Das ist echt eine riesen Strecke! In Wesseling angekommen, drehten wir und stellten uns zum Konvoi auf. Ich hatte Angst, dass wir ganz zum Schluss fahren würden und die Wunderkerzen nur noch ausglimmen sehen. Aber wir fuhren an zweiter Stelle ganz vorne und ich freute mich, doch alles sehen zu können. Dass wir aber die Wunderkerzen und Begrüßungsfeuerwerke nur beim zurücksehen ansehen konnten, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht :( Ganz vorne ist also auch doof. Egal. Der Konvoi war wunderschön! In der Kurve mal nach hinten geschaut und die anderen Schiffe angesehen. Den Leuten zugewunken. Irgendwie hatte ich schon fast das Bedürfnis Kamelle zu werfen. Es war echt wie Rosenmontag im Zug :D Dann sahen wir den Dom und wussten, dass jetzt der schönste Teil des Konvois kommt: Einfahrt unter wunderschöner Musik ins Wunderkerzenmeer. Tatsächlich brannten die Kerzen auch schon für uns! Es sah so wunderschön aus! Nur die Musik war bei der Einfahrt nicht ganz so beeindruckend. Unser Kapitän ließ nämlich einfach die Partymusik an Deck laufen und so genossen wir das Meer an Wunderkerzen untermalt von "Dicke Mädchen haben schöne Namen"... Ganz großes Kino. Mittlerweile waren wir fest davon überzeugt, die Lichter 2016 wieder vom Ufer anzusehen. Unser Schiff fuhr noch ein Stück weiter bis Mülheim und drehte dann wieder um sich zum Feuerwerk aufzustellen. Kurz vor der Zoobrücke blieben wir stehen und ich hatte schon tierisch Wut, dass wir nur die Brücke sehen würden. Zum Glück rutschten wir aber noch ein Stück nach vorne direkt vor die Brücke. Dann begann das Feuerwerk. Es war schön. Ein wunderschönes Feuerwerk! Soll es zumindest gewesen sein, hörte ich. Denn ich sah nur das Führerhäuschen unseres Schiffes. Zumindest die Musik hörten wir dank des Streams von Radio Köln komplett und sehr gut.

Fazit: Nie wieder Schiff! Am Ufer ist es einfach viel schöner. Man sieht den kompletten Konvoi mit wunderschöner Musikuntermalung (keine Höhner!), man ist mittendrin mit Wunderkerzen in der Hand. Und das Feuerwerk sieht man auch komplett. Schiff? Neee danke. Das war eine Erfahrung im Leben, die man jetzt auch auf der Liste abhaken kann...

Sonntag, 15. Februar 2015

Die Entkarnevalisierung hat begonnen...

Mittlerweile ist schon Karnevalssonntag und die Session in vollem Gange. Nunja. Was soll ich sagen. Dieses Jahr ohne mich. Ich habe kein Kostüm dieses Jahr. Gar keins. Nur meine Fiona liegt unter meinem Bett und könnte bei absolutem Notfall herausgekramt werden. Die einzige komplette Sitzung, die ich dieses Jahr sah, ist eine alte TV Sitzung vom letzten Jahr. Ich muss gleich zu einem Karnevalsumzug und habe absolut keine Lust und werde da unkostümiert auftauchen. Was ist da bloß mit mir passiert? Wo ist der Jeck in mir geblieben? Ich habe wirklich gar keine Lust auf Karneval dieses Jahr. Und damit meine ich wirklich gar keine! Wo ist die Pappnasentrine geblieben? Wo die Freude und Lust mit einem Kölsch in der Hand durch die Gegend zu schunkeln? Liegt es an der letzten Session, die ich wirklich im kompletten Umfang ausgenutzt habe? Es fing am 11.11. am Heumarkt auf der Bühne mit Marie Luise Nikuta an, ging über diverse Sitzungen und der Lanxessarena weiter, gipfelte im Rosenmontagszug, den ich mit Schmerzen am ganzen Körper vom Kamelle werfen und Laufen abschloss und endete bei meiner allerersten Nubbelverbrennung. Also das komplette Programm. Vollgepackt bis oben hin. War das der Karnevalsoverkill? Der beschlossene Tod von Pappnasentrine und meinem Karnevalsgen? Nun, ich hatte mit meinem Chor zwei Auftritte mitgemacht bei zwei wunderbaren Pfarrkarnevalssitzungen. Auch da ging ich ohne große Lust hin. Als ich dann aber durch den Saal, der feiernden und kostümierten Menge ging, war ich glücklich. Ich hatte Spaß und ich glaube sogar, ein kleines aber feines Kribbeln gespürt zu haben. Ist die Pappnase in mir also doch noch nicht tot? Liegt sie nur im Aschermittwochsschlaf seit 2014? Irgendwie habe ich doch wieder Lust auf die Bühne zu gehen. Mir fehlt die schöne Pappnasenzeit mit Auftritten in Köln und Düsseldorf. Andererseits fehlt mir der Antrieb den Karneval wieder zu lieben... Vielleicht ändert sich das ja nächste Session wieder und ich bin wieder die alte Jeckin mit Pappnase und Freude am jecken Treiben. Bis dahin werde ich einfach versuchen wieder Freude dran zu bekommen und mir gleich die ein oder andere Kamelle fangen und vielleicht sogar ein bisschen schunkeln ;) Ich wünsche euch allen ganz viel Spaß beim Feiern und noch ganz tolle jecke Tage! Ich werde am morgigen Rosenmontag im Büro sitzen. Vielleicht sogar etwas wehmütig? Wer weiß...
Die Stina :)

Donnerstag, 10. Juli 2014

Lieber Gott... - Vollkommene Dankbarkeit

Es gibt Dinge, die man eigentlich nicht öffentlich verkünden sollte. Dazu gehören auch Gebete. Aber ich bin der Meinung, dass solche Dinge in besonderen Momenten einfach in die Welt getragen werden sollten.

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Lieber Gott,

Ich danke dir aus ganzem Herzen für das, was du mir in den letzten Tagen/Wochen/Momenten gegeben hast. Ich bin dir für alles dankbar. Für die Tiefen. Für lehrende Momente. Für wundervolle Zeiten. Für Begegnungen. Für "Zufälle". Ich danke dir. Es sind Geschenke, die ich in Ehren halten werde. "What if your blessings come through raindrops? And what if your healing come trough tears?..." Liedzeilen, die mir aus vollstem Herzen sprechen.
Danke, dass du mir beistehst. Danke.
Amen.

Montag, 10. Februar 2014

Marius ist tot. Ohwei... Was habt ihr da nur gemacht??

Am Wochenende machte es de Runde: Die Giraffe "Marius" wurde in einem dänischen Zoo getötet und den Löwen zum Fraß vorgesetzt. Ohheiohei!!! Binnen weniger Stunden brach ein weltweiter Shitstorm über den dänischen Zoo aus. Der Zoo hat bestimmt auf ein wenig Aufmerksamkeit mit dieser Aktion gehofft, aber so viel Aufmerksamkeit und vor allem so eine schlechte, war mit Sicherheit nicht geplant. Und ganz ehrlich, finde ich Morddrohungen gegen den Zoodirektor mehr als übertrieben.
Als Grund für die Tötung, wird drohender Inzest unter den Giraffen angegeben. Kein anderer Zoo wollte das Tier aufnehmen und somit sah man die Tötung als einzige Möglichkeit. Angebote von einem stinkreichen Typen, der Marius abkaufen und in seinen eigenen Park stellen wollte, wurden abgelehnt. Das letzte Stündchen für den Langhals war gezählt...

Jetzt kann man da natürlich drüber denken wie man will. Die einen verstehen die Aktion ganz und gar nicht und geben, wie bereits erwähnt, Morddrohungen an den Zoodirektor ab. Andere sehen da jetzt nichts Schlimmes dran. Meine Meinung ist geteilt...
Nehmen wir mal die Tatsache der Tötung an sich: Ich finde es nicht verwerflich, wenn ein Tier zum Schutze anderer Tiere (in diesem Fall eventueller Nachkommen) getötet wird. Was wäre wohl mit den vielleicht behinderten Babies geschehen??? Und auch das Verfüttern der Giraffe an die Löwen ist keinesfalls als verwerflich anzusehen. Die Tiere bekamen so endlich einmal mehr als artgerechtes Futter. Und das "normale" Fleisch für die Löwen kommt auch von extra dafür geschlachteten Lebewesen. Mal ganz davon abgesehen, dass auch für die Menschen tagein tagaus millionen von Viechern getötet werden, nur um auf diversen Tellern zu landen. Der Unterschied besteht nur darin, dass diese Tiere nicht "Marius" heißen! Hätte der Zoo diese Aktion mit einer Ziege aus dem Streichelzoo gemacht - niemand hätte davon berichtet!  Zudem, was hätte aus dem Giraffenbullen werden sollen? Wie gesagt, wollten oder konnten andere Zoos das Tier nicht aufnehmen. Separieren? Für ein Herdentier grausam! Es an den Milliardär verkaufen? Wäre eine Option gewesen. Aber wer weiß, welche Gründe gegen den Verkauf gesprochen haben. Vielleicht wäre Marius dort nicht artgerecht gehalten worden. Oder er wäre nach Afrika in die "Freiheit" verkauft worden, um dort (wie zahlreiche Zirkus- und Zootiere schon zuvor) von reichlich zahlenden Jägern auf Großwildjagd erschossen zu werden.
Vielleicht wollte der Zoo aber auch einfach nicht auf dieses Großevent verzichten. Und da sind wir schon bei meinem negativen Blickwinkel auf die ganze Sache. Marius wurde nicht nur durch einen Bolzenschuss erlegt und den Löwen vorgelegt. Nein! Er wurde auf einem riesen Event geschlachtet. Kinder und Erwachsene durften zusehen, wie die Giraffe zerteilt wurde. Angeblich um den Menschen die Anatomie eines solch großen Tieres näher zu bringen. Das, lieber Zoo, ist abartig! Es ist widerlich ein riesen Event aus der Tötung dieses Lebewesens zu machen. Es gleicht einer öffentlichen Hinrichtung. Natürlich habt ihr damit viel Geld gemacht, denn zahlreiche zahlende Gäste kamen sicherlich nur wegen des "Events" zu euch an diesem Tag. Das scheint sich gelohnt zu haben für euch. Aber war es das alles wert? Der Shitstorm? Das schlechte Image? Das Leben des Giraffenbullen? Ich kann die Entscheidung verstehen, sich durch eine Einschläferung von einem Tier zu trennen. Es war vielleicht nicht die beste Art und Weise (ein nicht mehr "gebrauchter" Hund wird ja hoffentlich auch nicht einfach so eingeschläfert), aber dennoch ist es verständlich. Jedoch die Art und Weise, WIE diese Aktion vonstatten ging, ist absolut abartig. So wie ich mitbekommen habe, wurde die Tötung sogar angekündigt. Warum?? Um himmels Willen, warum? Meine Güte. Das ist nicht die feine Art und wird einem Lebewesen nicht gerecht. Darüber darf man sich gerne aufregen. Das ist jeden Shitstorm wert. Jegliche Kritik ist gerechtfertigt.
Für mich geht es wie gesagt weniger um das "es ist geschehen" als mehr um das "wie ist es geschehen". Ich hoffe einfach, dass alle Verantwortlichen aus den derzeitigen Schlagzeilen lernen und so eine Aktion nicht nochmal wiederholen.

Dennoch sollten sich alle Menschen, die um das Leben des armen Marius trauern, mal an ihre Salami auf ihrem Brot und an den Cheeseburger denken und vor allem an die Tiere, die das mal waren... Gleiche Sache. Irgendwie... Jedoch ohne den Showcharakter.

Die Stina

Samstag, 30. November 2013

Bürogeschichten: Von Enten und Zitronenfaltern

Ich gehe gerne zur Arbeit. Ja, wirklich. Und das sage ich nicht um mich bei jemandem einzuschleimen, sondern wirklich weil es stimmt. Vor allem gehe ich aber gerne wegen meiner Kollegen. Meine Kollegen. Eine Sache für sich. Letzte Woche brachte meine Kollegin einen Knüller, der so nicht mehr übertroffen werden kann:

Wir saßen im Büro und die letzten Minuten unserer Pause waren angebrochen. Meine Kollegin Hela saß direkt am Fenster, an dem gerade ein Marienkäfer hochkrabbelte. Meine Kollegin hochentzückt: "Oooooh! Guckt euch mal die Babykäfer an!! Die ist voll süß. Aber nicht, dass die mir jetzt auf den Kopf krabbelt." Ja, sie sagte tatsächlich DIE Käfer. Aber es kam noch besser. Kurz nachdem "die" Käfer vergessen war, flogen zwei Enten am Büro vorbei. Meine Kollegin wieder: "Ich will auch so fliegen können wie ein Vogel. Einfach abheben." Daraufhin fragte meine andere Kollegin Nina, die die Enten nicht mitbekam, was denn los sei. Ich sagte, dass eben zwei Enten am Fenster vorbei geflogen sind. Und damit begann das Dilemma! Hela fragte allen Ernstes: "Sind Enten keine Vögel?" Nina und ich sagten erstmal nix und gucken uns nur komisch an. Daraufhin Hela wieder: "Ach ne. Stimmt. Enten gehören ja zu den... Wie heißen die nochmal. Zu den Schwanen.". Nina und ich lagen fast auf dem Boden vor Lachen. "Ja genau Hela. Enten gehören zu den Schwanen.". Hela kapierte nicht, dass wir sie gerade durch den Kakao zogen. Sie legte stattdessen noch einen drauf: "Aber Moment. Wenn Enten zu den Schwanen gehören, warum können die dann fliegen? Können Schwanen fliegen?". Es war endgültig vorbei. Nina und ich waren nicht mehr zu halten. Da Nina gebürtig aus dem Schwarzwald kommt, war Hela das einzige Stadtkind im Raum. Und das merkte man :D Sie bekam aber direkt Verstärkung von meiner Uli. Uli ist ebenfalls ein Stadtkind und wollte wissen was los sei. Ich legte los: "Wusstest Du, dass Enten zu den Schwanen gehören? Und dass Enten fliegen können, obwohl Schwanen nicht fliegen? Und jetzt kommt es. Manchmal sitzt sogar eine Käfer auf der Ente. Die Käfer kann auch fliegen. Klar. Ist ja auch eine Käfer." Nina kriegte sich nicht mehr ein. Aber Uli verzog keine Mine. Anscheinend verstand sie nicht, warum Nina und ich so lachen mussten. Und somit fragte ich Sie, ob sie denn wüsste, was ein Zitronenfalter ist. Wusste sie. Ein Schmetterling. Und dann fragte ich sie, warum der Zitronenfalter denn "Zitronenfalter" heißt. Und dann sagte sie: "Weil die aussehen wie Schmetterlinge!" Nina hatte das gleiche Kopfkino wie ich.


Es gibt natürlich nicht nur Zitronenfalter. Nein. Es gibt auch Pfirsichfalter. Die sind dann plüschig. Die Hummeln unter den Schmetterlingen quasi :D Nina und ich sind uns einig. Wir müssen unbedingt eine Exkursionsfahrt in den Schwarzwald und ins Sauerland unternehmen und den lieben Stadtkindern beweisen, dass die Kühe nicht lila sind. Herrlich sowas! Ich liebe meine Kollegen! <3 Ehrlich. Ich habe so viel Spaß mit ihnen auf der Arbeit. Und ich glaube jetzt versteht wirklich jeder, warum ich so gerne zur Arbeit gehe, oder?

Montag, 4. November 2013

Küss den Frosch - Fort Fear 2013

Jetzt ist der letzte Spieltag im Fort Fear 2013 einige Tage her und ich habe nun endlich Zeit, die vergangene Zeit Revue passieren zu lassen.

Vier Spieltage, 5 Mal in der Maske sitzen, dutzende Male Krönchen richten, 1 grünes Plüschkostüm, mega Federwimpern, 4 bis 5 Lagen Kleidung, festes Schuhwerk und ganz viele tolle und positiv bekloppte Leute - das war das Fort Fear dieses Jahr!

Meine Rolle

Als ich das erste Mal meine Rollenbezeichnung las, war ich sehr enttäuscht. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht DAMIT. Ich war regelrecht schockiert, denn neben meinem Namen stand der Rollenname "Prince of Quak" und der Einsatzort das Waldmaze. Da ich ja schon wusste, dass der Wald dieses Jahr in ein Scarytale Gewand  gekleidet werden sollte, war mir klar: Stina, du bist der fucking Froschkönig!!!! Das war eine Rolle die ich nicht auf dem Schirm hatte. Ich konnte nichts mit ihr anfangen. Froschkönig. Wie soll das denn gruselig werden, bitte? Und was soll ich anziehen? Bitte nicht das Plüschkostüm der vergangenen Märchennächte im Fort Fun! Wie soll ich geschminkt werden??? Fragen über Fragen, die aber mit der tatsächlichen Rollenbeschreibung zum Teil geklärt wurden. Anstatt "Prince of Quak" wurde ich zur "Princess of Quak". Eine Fehllieferung, denn anstatt eines verwandelten Prinzen, wurde eine verwünschte Prinzessin geliefert, die absolut keinen Bock mehr auf Warten hat um endlich von ihrem Prinzen erlöst zu werden. Und somit pöbelt die Fröschin alles an, was ihr über den Weg läuft. Ein Motzfrosch! Das fand ich extrem cool. Bei der Kostümbeschreibung stand: Verändertes Froschkostüm. Oh nein! Ich dachte sofort an das hässliche Plüschteil... Abwarten. Das Make-Up sollte jedoch noch mit mir abgesprochen werden. Da stand noch nix fest und somit wurde ich zum Probeschminken und Kostümfitting gebeten. Mit Ideen zu meinem Make-Up (ich wollte unbedingt große rote Augen und Blut) und meinem grünen Fionakleid (sicher ist sicher, falls doch das Plüschkostüm hervorgezaubert werden sollte), machte ich mich Anfang Oktober das erste Mal auf den Weg in die heiligen Hallen des Fort Fear.
Es war so toll endlich einen Großteil der Fearler wiederzusehen. Nach einer ordentlichen Knuddelrunde sollte ich dann endlich mein Kostüm sehen.
Das, was mir gezeigt wurde, war (wie könnte es auch anders sein) das grüne Plüschkostüm der vergangenen Märchennächte im Fort Fun. Modifiziert mit gold-weißen "Flügelchen", da ich ja eine Mischung aus Prinzessin und Frosch werden sollte. Und was soll ich sagen - scheiße war das nicht! Und so schlüpfte ich das erste Mal in den großen Plüschsack mit Feenflügeln. Lachen hier, Lachen da. Und dann der Spruch von Marcel: "Wir wussten bei der Rollenverteilung sofort, dass Du dir nicht zu schade bist um dieses grüne Teil anzuziehen! Ich hatte das übrigens aus Solidarität auch schon an.". Recht hatte er. Es gefiel mir! Jetzt fehlte nur noch das Make-Up. Maja, meine weltbeste Schminklady, zeigte mir einen ersten Entwurf mit großen blutigen Schürfwunden! Geil! Doch das Blut wurde sofort gestrichen. Von der weltbesten Chef Schminklady Barbara. Blut? Nö! "Rot und Grün. Das geht nicht!" Und auch das allerliebste Bitten und Betteln von mir "Darf ich vielleicht doch ein bisschen Blut? Nur für mich? Biiiiiitteeeeee *liebguck*", wurde mit einem lieben aber strickten "Nö." abgetan. Es sollte für mich also zu einem komplett unblutigen Fort Fear werden... Nun gut. Aber Barbara hatte eine super Idee. Geifer! Ich als Frosch sollte also ekeligen Geiferschleim bekommen, mit dem ich rumblubbern kann um mich doch etwas gruselig zu fühlen. Ich fühlte mich komplett. Zwar fehlte noch mein Krönchen und die finalen Wimpern, aber das Make-Up saß und das Kostüm war der Stina genehm. Der erste Spieltag konnte kommen.


Ich denke es war gut, diese Idee fallen zu lassen ;)
Der erste Komplettentwurf nach dem Probeschminken
Das Make-Up 
Und er sollte schneller kommen als gedacht! Schneller als ich gucken konnte, stand ich am Freitag vor dem ersten Spieltag im Fort Fun zur Stellprobe. Barbara zeigte mir meine Wimpern. Giftgrüne Federn! Und mein Krönchen mit Klimperperlen. Ich war glücklich. Mega glücklich. Mein "Arbeitsplatz" im Wald war auch toll. Zwar fehlte noch eine Lampe, aber bis zum nächsten Tag sollte da Abhilfe geschaffen werden.  Noch einmal schlafen....

Der erste Spieltag

Um 10 Uhr morgens saßen wir alle im Backstagebereich um den Tag gemeinsam zu beginnen. Endlich sah man sich wieder. Alle Dolls vom letzten Jahr und viele Neue. Knuddeln und herzen ohne Ende. Wenn man sich fast ein Jahr nicht gesehen hat, ist es echt toll alle wieder zu treffen. Es folgten Ansprachen der Chefs und DEM Chef überhaupt, Marcel. Wenn unser Oberhaupt eine Sache drauf hat, dann ist es Motivieren! Nach seiner Ansprache ging es also so richtig los. Alle waren motiviert und die ersten Dolls begaben sich in die Hände unserer Make-Up Artists, die im übrigen teilweise schon mit dem Grimmepreis ausgezeichnet wurden und bei Produktionen wie Switch reloaded und bei Kaya Yanar am Werk waren. Mein Schminktermin war aber erst um 16:30 Uhr und somit hatte ich noch mehr als 5 Stunden Zeit. Zeit die ich unter Anderem damit verbrachte die neuen Gesichter kennenzulernen oder "Kontaktlinsenanfängern" Tipps zu geben bzw. die Dinger sogar einzusetzen. Dann ging es endlich auch für mich in die Maske. 60 Minuten brauchte es ca. bis das Outfit fertig war. Haare toupiert, Krönchen auf. Alles mit Fixierspray zubombadiert. Plüsch an und raus!!!

Im Wald hatte ich tatsächlich meine Lampe und somit sah man mich nun auch, wenn ich die Gäste anpöbelte. Vielleicht sah man mich aber zu gut... Zwar wurde mir vorher gesagt, dass ich mehr einen Entertaining Part hätte anstatt den mega Schocker (wäre mit dem Outfit eh nicht möglich gewesen *lach*), aber irgendwie war es ernüchternd. Ich brachte zwar ein paar Mädels zum kreischen, aber die erschrecken sich mit Sicherheit auch vor einem Meerschweinchen! Meine Pöbeleien hingegen kamen gut an. Sprüche wie "Komm doch gucken wo der Frosch die Locken hat!" brachten die Leute zum Lachen. Okay, also dann kein Erschrecken dieses Jahr und dafür wesentlich mehr "Let me entertain you!". Ist gebongt. Trotzdem war ich immer noch nicht ganz so zufrieden, obwohl es schon tierisch witzig war. Es sollten ja noch 3 Spieltage folgen :)

Das erste mal...
... mit allem drum und dran.




















Der zweite Spieltag



Die weltbeste Schminklady Maja!

Der zweite Spieltag begann etwas später als der Erste. Mein Schminktermin war ja eh wieder spät und somit konnte ich mir alle Zeit der Welt lassen. Trotzdem kam ich früher an um Zeit zu haben mit meinen Leuten zu quatschen. Mein "Kontaktlinsenanfänger" gab nach Minuten vergebener Versuche die, Teile ins Auge zu bekommen, auf und somit war da nichts mehr für mich zu tun. Also wartete ich. Und wartete. Und wartete. Irgendwann war ich doch an der Reihe und verwandelte mich wieder in meinen Frosch. Auf in die zweite Runde und ab ging es in den Wald. Mein Spruch mit den Locken wurde mir aber verboten. "Ey Pöbelfrosch Pöbelst du wirklich so rum? Ich habe zwar gesagt du sollst pöbeln, aber mach bitte ein bisschen langsamer, okay?" Das sagte man mir, nachdem ein Bericht eines Gastes vom ersten Spieltag im Netz auftauchte, in dem folgender Satz zu finden war: "Wenn der Froschkönig den Gästen stattdessen ein "Komm her - ich zeig' Dir, wo der Frosch die Locken hat" entgegenwirft, sind wir dann leider bei Atze Schröder gelandet statt bei Wilhelm und Jacob Grimm."
Na gut. Okay. Kein Atze Schröder mehr und mehr "netter" Pöbelfrosch. Mein neuer Spruch: "Na? Schmatzer fürs Fröschlein?", kam genau so gut an und sorgte für genügend Lacher. Ich hatte mich mit meiner Entertainingrolle angefreundet. Auch der Parkleiter meinte nur "Du hast die Sache hier im Griff, was? Nur lachende Menschen bei dir. Gut so." Und es waren viele lachende Menschen. Sehr viele Menschen! Sehr sehr viele Menschen!!! Mein Kollege am Einlass kam zwischenzeitlich zu mir und meinte, dass er die Besucherkapazität erhöhen müsste. Die Warteschlange würde einfach nicht kleiner. Mittlerweile hatte sich eine Warteschlange mit ca. 2 Stunden Wartezeit gebildet. Ich habe keine Ahnung wie viele Leute wir an diesem Tag durch den Wald schaufelten, aber es müssen viele gewesen sein. Sehr viele. Unser Teamleiter für den Spieltag kam eine Viertelstunde vor eigentlichem Parkschluss zu uns und sagte, dass es noch eine Wartezeit von mindestens einer Stunde gäbe und wir länger machen müssten. Im Endeffekt haben wir 75 Minuten länger gespielt. Aber es war verdammt nochmal gut so!
 :)



Und da sag nochmal einer, ich hätte dieses Jahr die bekloppteste Rolle gehabt... 
Der dritte Spieltag

Der dritte Spieltag begann mit guten Nachrichten. Fort Fear und unser Wald hatte in verschiedenen Bewertungen und Postings in Foren sehr gut abgeschnitten. Aus dem Atze-Schröder-Frosch ist laut der Gäste "Cindy aus Bestwig" geworden, denn Folgendes war in einer anderen Bewertung zu lesen: "... dabei treten die Figuren in Interaktion mit den Besuchern, was natürlich die Attraktivität deutlich erhöht. Gerade die Fröschkönig"in" ist erfrischend herrlich, denn "Cindy aus Bestwig trifft es mit der Beschreibung am Besten." Ich fühlte mich geehrt und wusste zudem, dass ich alles Richtig gemacht

 hatte. So ging es weiter wie die anderen Tage zuvor auch. Warten, Quatschen, Schminken, anziehen und raus. Da es der 31. Oktober war und somit der eigentliche Halloweentag, haben wir mit besonderem Publikum gerechnet. Aus den Jahren davor, war man schon auf, ich sage mal, spezielles Publikum gefasst. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber manche Halbwüchsige waren einfach nur assig! Einige, die mich schon vorher entdeckt hatten, kamen durch den Wald querfeldein hinter mir her und versuchten mich auf meiner Position zu erschrecken. Kostümierte Gäste waren ziemlich unfreundlich. Beleidigungen. Beschimpfungen. Ein junger Mann lief betrunken durch den Wald und riss die Verkleidung eines Käfigs ab und wurde von meinen Kollegen Werwolf und Zwerg zum Ausgang begleitet. Ganz ehrlich, wenn man sich doch freiwillig in ein Maze begibt, dann sollte man sich auch drauf einlassen und sich den Spaß nicht selber zerstören. Und wenn man es schon so machen will, dann darf man sich nicht auch noch bei den Akteuren beschweren, wie langweilig diese denn spielen würden. Da gibt es von mir echt nur ein Kopfschütteln! Die, die sich aber auf den Spaß einließen, bekamen den doppelten Spaß und wir gaben uns umso mehr Mühe.
Dieses mal war aber wenigstens pünktlich Schluss. Das war auch wieder gut so, denn der letzte Spieltag sollte bereits am nächsten Tag sein. Doppelspieltag. Also schnell ins Bett. Man wollte ja am nächsten Tag wieder frisch und wach am Werk sein.





Der letzte Spieltag

Melancholie. Ein letztes Mal Kontaktlinsen einsetzen. Ein letztes Mal Schminken. Ein letztes Mal raus in den Wald. Und ich hatte das Gefühl, dass der Himmel mit uns weinte, denn es goss aus Eimern!!! Und ich war wie gesagt mit meinen Kollegen im Wald eingesetzt. Es-war-nass! Aber egal. Spieltag ist Spieltag. Und vor allem der letzte Spieltag sollte uns selbst in guter Erinnerung bleiben. Zudem erwarteten wir Besuch von "Kollegen" aus dem Moviepark und dem Heidepark. Also jetzt keine Schwäche! Attacke!!!! Ein Gutes hatte der Regen allerdings: Der Nebel blieb wunderbar am Boden und zeitweise sah man fast seine Hand vor den eigenen Augen nicht! Das war gut. Sehr gut! Denn ob man es glaubt oder nicht, ich war an diesem Tag richtig scary!! Man sah mich ja nicht und somit konnte ich komplett ungesehen ins Licht springen und meine Prinzen anböbeln. Eine Kreischquote von 90% war meins. Ich war in Topform. Meine Kollegen ebenfalls. Ich untertreibe jetzt nicht, wenn ich sage, dass der letzte Spieltag der beste Spieltag von allen war! Und wie man es so kennt, endet alles was einem besonders viel Spaß bereitet immer schneller als einem lieb ist...


Der Spieltag endete für uns Dolls mit einer riesen Abschlussparty, die wir uns um gottes Willen echt verdient hatten. Jeder war stolz. Stolz auf sich. Stolz auf andere. Stolz auf das ganze Team. Ich schminkte mich an dem Abend nicht ab und ging mit kompletten Make-Up auf die Party. Ich hätte nie gedacht, dass man sich so in einen Plüschsack verlieben kann! Mein Kostüm, das mir am Anfang Bauschmerzen bereitete, war ein Teil von mir geworden. Ich war gerne der Pöbelfrosch. Und meinetwegen auch Cindy aus Bestwig. Andere Dolls taten es mir gleich und gingen geschminkt zur Party. Abschied fällt eben den einen leichter und den anderen schwerer. Dieses Jahr fiel es mir extrem schwer. Vor Allem weil ich dieses Jahr einen Zusammenhalt unter uns Dolls erlebte, wie noch nie zuvor. Wir sind eine große Familie, die alle eines des beklopptesten Hobbies der Welt haben. Egal ob Newbe oder Alteingesessener - wir sind die Killing Dolls!

Bis nächstes Jahr <3


Ich habe ein Foto!!! ich bin eine Runde weiter ;)








Sonntag, 29. September 2013

Servus München! Oktoberfest 2013

Ich habe es getan. Ich war auf dem Oktoberfest. Eigentlich hat mich da bisher nix hingezogen. Ich fand es immer total bekloppt, extra wegen eines "Schützenfestes" (ich bin immer noch Sauerländerin :D ) nach München zu fahren. Vor einigen Wochen aber, schlug eine Arbeitskollegin vor, doch mit allen nach München zu fahren. Und wenn man schon so nette Kollegen hat, dann fährt man doch auch mit dorthin. Doch irgendwie war ich auch neugierig. Und ganz ehrlich, ich habe mich wirklich tierisch drauf gefreut!
Dann war da natürlich die Frage des Outfits. Zwar hat mir meine Mama eine Bluse geschenkt, aber irgendwie... Ne... Das war nicht ganz so meins. Also habe ich mich am Donnerstag auf die Socken gemacht und noch kurz vor knapp, ein Dirndl gekauft. Im Second Hand für ganze 35€. Gebongt!

Freitags ging es direkt von der Arbeit aus los. Zu viert fuhren wir knappe 4 Stunden zuerst nach Stuttgart um die letzte im Bunde einzusammeln und dann weitere 3 Stunden nach München. Um 22 Uhr betraten wir unser Hotel - endlich!!! Ich hasse lange Autofahrten obwohl ich es vorne auf dem Beifahrersitz bestimmt noch am enspanntesten hatte. Wir waren im B&B Hotel in der Nähe des Flughafens untergebracht und es war echt okay! Sauber und modern eingerichtet und auch die Größe des Zimmers war für 3 Personen total ausreichend. Und ein wunderschönes Gemälde zierte die Wand:


Allerdings verbrachten wir jetzt nicht sooo viel Zeit im Hotel, denn bereits um 6:15 Uhr klingelte der Wecker!!! Ich wiederhole: 6:15 Uhr! An einem Samstag! Und ob ihr es glaubt oder nicht, machten sich bereits um halb sieben die ersten Buam in Lederhosen auf dem Weg zur Wiesn, um einen Platz in einem der Zelte zu ergattern. Wir hatten glücklicher Weise bereits vor Wochen einen Tisch im Hippodrom reserviert und waren daher entspannt. Trotzdem dauert es ja seine Zeit, bis jeder den Weg in die knackenge Lederhose oder ins Dirndl geschafft hat.





Der Tisch im Hippodrom war von 11 Uhr bis 15 Uhr reserviert. Und pünktlich um viertel vor 11 saßen wir auf den Bänken. Gebucht hatten wir das Mittagsmenü und da wir am Abend zuvor auch nix mehr gegessen hatten und das Frühstück wohl wissend auf einen Kaffee reduziert wurde, hatten wir dementsprechend Kohldampf. Wir wussten, dass wir genügend Essen bekommen würden. Wir wussten was wir gebucht hatten. Wir wussten, dass es nicht wenig wird. Aber was wir nicht wussten war, dass es SO viel zu Essen geben sollte! Ich führe aus:

Vorspeise: Schmalzbrote, Schnittlauchbrote, Brezeln, Obazda, Radi, Radieschen, Schinkenspeck

Hauptspeise: Hähnchen, Schweinebraten, Nürnberger Würstchen, Kalbsfrikadellen, Rahmwirsing, Kartoffelsalat

Nachspeise: Gebackene Apfelringe, Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Vanillesoße und Pflaumenkompott




Dazu das ein oder andere Maß. Glaubt mir, wir waren mehr als voll!!! Zum Essen spielte eine Band, die quasi nur ein Lied konnte (Ein Prooooosit, ein Proooosit,...) und wenn sie mal etwas anderes Spielte, waren es kölsche Lieder mit bayrischem Text. Echte Exportschlager, das kölsche Liedgut ;) Trotzdem sangen wir fleißig Viva Colonia anstatt Viva Bavaria! Stolz bleibt Stolz. So!
Ich hatte tierisch Spaß und die Zeit verging einfach viel zu schnell. Aber mit 2 1/2 Maß, hatte ich auch definitiv genug. Also verließen wir um 15 Uhr glücklich und mehr als satt das Hippodrom.



Jetzt ging es raus in die Masse auf den Festplatz. Wenn man schon auf dem Oktoberfest ist, muss man auch etwas fahren. Achterbahn war aus magentechnischen Gründen leider nicht mehr möglich und so entschieden wir uns für "Die Fahrt zur Hölle" und fuhren Geisterbahn. Eine extrem schlechte Geisterbahn! Sogar betrunken war die extrem scheiße. Am gruseligsten war der "Arzt" am Eingang, der zu "Thriller" von Michael Jackson rumzappelte. Na gut. Hat man das auch mal gemacht.


Da 2 1/2 Maß Bier, 2 1/2 Liter Bier bedeutet, musste das Stina dann doch mal zur Toilette. Ich hatte in der Vergangenheit schon einige Reportagen über die Wiesn im TV gesehen und somit auch die Warteschlangen vor der Toilette. Man hätte es bislang nicht für möglich gehalten, doch ich habe tatsächlich 40 Minuten in der Schlange vorm Klo gewartet! Dazu kamen dann einige ausländische Mitbürger, die ihre Kiddies auf die Toilette schoben ohne zu warten und sich mit einem sehr unfreundlichen "It´s really urgently! She is a child!" vordrängelten, um doch selbst schnell pinkeln zu können. Aber trotzdem war es irgendwie lustig zu warten, was auch an den Mitwartenden lag. Vor allem die kleine Chinesin vor mir war echt lustig. Sie fragte auf englisch, ob man für die Toilette bezahlen muss. Wenn man so lange wartet, wäre sie auch nicht bereit zu zahlen. Dann fragte sie auch, ob die ganzen Achterbahnen immer hier stehen würden, oder wirklich nur zum Oktoberfest. Ich antwortete, dass es rein fürs Oktoberfest aufgebaut wurde, worauf die Frau mich mit riesigen Augen ansah und fragte, ob die Karusells denn dann überhaupt sicher wären :D Irgendwann konnten meine Kollegin und ich uns dann doch auf Toilette erleichtern und die wartenden Männer erlösen.
Letzter Pflichtpunkt auf der Liste: Lebkuchenherzchen kaufen. Ich entschied mich für drei wunderschöne kleine Herzchen und kaufte zudem noch Paradiesäpfel.
Tja, und dann war die Wiesn 2013 für uns auch schon vorbei. Wir ließen uns von der Masse noch zur Bahnhaltestelle schieben und fuhren zu unserem Auto um die Heimreise anzutreten.


Ich hätte es ja nie für möglich gehalten, aber ich habe sooo viel Spaß auf dem Oktoberfest gehabt. Ich kann verstehen, warum jedes Jahr Millionen Leute zur Theresienwiese gehen. Ich werde nächstes Jahr definitiv wieder dort hinfahren!

Bis dahin: Pfiad eich! Servus!PP